Die Flagge des Marasek

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Entschuldige Dich! Sag, dass es Dir Leid tut!

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Eingeordnet in: Gesellschaft, Politik, Weltsicht

Gerade ist ja mal wieder eine von den Antisemitismus-Debatten in Deutschland am Laufen. Möllemann und Karsli haben Dinge gesagt, die dem Zentralrat der Juden in Deutschland gar nicht gefallen. Noch dazu hat ein gewisser Walser ein Buch geschrieben, dass angeblich voller antisemitischer Klischees sein soll. Da es auf der Welt keine anderen Probleme mehr zu geben scheint und da gerade Wahlkampf ist, dreschen jetzt alle Parteien aufeinander ein; alles was die damit erreichen werden, ist, dass ich im September vermutlich ein Kreis mit "Hadanite Marasek" dahinter auf meinen Stimmzettel krakeln und mein Kreuz darein machen werde.
Lustig finde ich jedenfalls den Ansatz, von Möllemann oder wem auch immer verlangen zu wollen, er solle sich für seine Äußerungen entschuldigen. Warum? Betrachten wir es mal so: entweder tue ich etwas, was mir nachher leid tut. In diesem Falle kann ich mich entschuldigen, um deutlich zu machen, dass ich eigentlich nicht so handeln wollte. Oder ich tue etwas, was für mich in Ordnung ist, aber gegen "allgemein anerkannte Konventionen blah blah blah" verstösst. In diesem Falle gibt es drei Möglichkeiten:

  1. Ich entschuldige mich aus Taktik, da ich vor der Gesellschaft gut dastehen will. Ich verneine mich also selbst zugunsten eines besseren Rufes.
  2. Ich entschuldige mich aus Angst, weil beleidigte Person leider zwei Meter gross ist und zehn Kumpels im Hintergrund hat.
  3. Ich kümmere mich nicht weiter darum.

Wenn jemand also von mir will, daß ich mich bei ihm für etwas entschuldige, daß ich nicht bereue, verlangt er letzlich nicht mehr und nicht weniger als meine Unterwerfung. Das ist der Ausseinandersetzung unter Erwachsenen in einer demokratischen Gesellschaft nicht würdig.

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