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Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück

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Eingeordnet in: Buch

Bei einem Freund habe ich in Francois Lelords "Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück" reingelesen. Da ich einige der Passagen amüsant fand, hat er es mir freundlicherweise ausgeliehen.

Zum Inhalt: der Psychiater Hector möchte dem Geheimnis des Glücks auf die Spur kommen und unternimmt eine fast-Weltreise zu mehreren Freunden. In China, Afrika und Amerika wird er mit verschiedenen Situationen konfrontiert, an Hand derer er sich der Frage nach dem Glück nähert. Als literarisches Stilmittel wird sein Erleben aus einer bewusst kindlichen Perspektive beschrieben - so als wäre Hector als Erwachsener mit psychiatrischer Ausbildung in die Welt geworfen worden und wolle nun zu seinem Wissen die Erfahrung sammeln.

Auf diese Weise kann Hector seine Umgebung weitgehend unvoreingenommen betrachten und deshalb ebenso mit einem kolumbianischen "Landwirt" (Spezialgebiet vermutlich Erythroxylum coca) wie mit einem Manager parlieren.
In der Handlung ist alles stark miteinander verflochten - weil Hector Eduardo (dem Kolumbianer) kennenlernt und hilft, kann er sich später aus einer prekären Situation retten und wieder einem anderen Freund und seiner kurzzeitigen Geliebten helfen.
Deswegen kehrt er am Ende auch unbeschadet zurück und kann seinen Patienten in Zukunft noch besser helfen.

Aber es gibt keine wirkliche Entwicklung, keinen wirklichen Konflikt. Die Dinge greifen weitgehend harmonisch ineinander, Hector schwingt wie Tarzan von Handlungsliane zu Handlungsliane, ohne je ins Leere zu greifen und zu fallen. Wenngleich Hector mit negativen Aspekten des Lebens konfrontiert wird, perlen sie im wesentlichen von ihm ab und bleiben weitgehend bedeutungs- und wirkungslos. Am Ende seiner Reise ist Hector dann auch im wesentlichen derselbe wie zu Beginn.

Was bleibt für mich als Leser? Auf Grund dieser "Nicht-Entwicklung" bleibt das Buch für mich nett, aber irrelevant, denn es deckt sich nicht mit meiner Lebenserfahrung. Erfahrungen und Erlebnisse verändern. Mitunter bleibt der Rückweg in das bisherige Leben und den Alltag versperrt.

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