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Eingeordnet in: Computer

Ich bin ein Fan alter Computerspiele. Ein Computerspiel ist bei mir noch als Erlebnis mit einer quietschbunten, pixeligen Grafik und synthetischer Musik verbunden; Spiele waren "damals" eben noch als "Computerspiele" an Hand ihrer typischen Merkmale erkennbar. Benutzt habe ich verschiedene Plattformen: C64, Gameboy, PC/DOS, PC/Windows.

Für C64 und Gameboy haben findige Leute glücklicherweise Emulatoren geschrieben. Dabei faszinieren mich weniger die Spiele selbst, als die Musik; ich höre manchmal lange bestimmte Stücke alter C64-Spiele. Im Grunde sind sie einfach, nur vier Kanäle und drei Wellenformen, aber die Spielemusiker der damaligen Zeit haben einiges aus dem Chip herausgeholt.

Gameboy-Spiele kann man ebenfalls mittels eines Emulators spielen; ich habe zwar sogar noch einen Gameboy und einige Cartridges, jedoch ist es ein Erlebnis für sich, Super Mario Land auf einem 19"-Bildschirm zu spielen. Dabei bietet der Emulator bestimmte Vorteile: man kann Spielstände speichern. Dort wo ich mich früher wochenlang durch Level kämpfen musste, um immer wieder am selben Oberboss zu scheitern, lade ich im Falle des Ablebens eben neu. So hat man Gargoyles Quest recht viel schneller durchgespielt.
Auch zum Gameboy gibt es die Musik mittlerweile einzeln und kann per Winamp-Plugin angehört werden. Dies hat den unbestreitbaren Vorteil, dass ich mir nicht jedes Lieblingsstück erspielen muss.

PC/Dos-Spiele sollten auf den ersten Blick weniger Probleme bereiten, da ja die Plattform x86 geblieben ist; jedoch gab es 1993 noch kein DirectX. Damals brachten die Spiele ihre Gerätetreiber mit, die heute vom Betriebssystem bereitgestellt werden. Auch dafür gibt es eine Lösung: für Windows 2000/XP gibt es VDMSound, das einem in einer "Eingabeaufforderung" ausgeführten Spiel Zugriff auf die im System eingebaute Soundkarte ermöglicht.
Noch leistungsfähiger ist die Dosbox, die ein eigenständiges DOS simuliert. Dosbox ist plattformunabhängig, man kann damit alte Dos-Spiele nicht nur unter Windows, sondern auch unter Linux spielen - oder gar OS X. Eye of the Beholder im Fenster und dahinter der Aqua-Desktop, was für ein Anblick muss das sein...
Die Dosbox hat in einer speziellen Version sogar einen Emulator für eine MT32. Dann saugt Dosbox aber ordentlich an den Systemressourcen, was den Spielspass meistens dämpft. Ansonsten kann man den Original-Adlib-Sound geniessen. Dafür gibt es auch einen Standalone-Emulator für Winamp, Adplug, oder entsprechende Alternativen für Linux.

Neben allgemeinen Emulatoren wie Dosbox gibt es noch spezielle Emulatoren, die z. B. die SCUMM-Engine der alten LucasArts-Adventures unter Windows darstellen. ScummVM ist ein Interpreter für die Original-Skriptsprache der LucasArts-Adventures sowie anderer Spiele, die ebenfalls Scumm verwenden. Auf diese Weise kann man nicht nur Maniac Mansion oder Secret of Monkey Island spielen, sondern auch Simon the Sorcerer oder das mittlerweile zum offiziellen Download freigegebene Beneath a Steel Sky. In diesem Fall bindet man die Spieldaten ein und lässt sie von der neuen Engine ausführen.
Von Doom oder Quake gibt es ebenfalls seit längerem unter Windows lauffähige Versionen. Das originale Doom wird sogar um dreidimensionale Körper ergänzt, die die alten 2D-Sprites der Urversion ersetzen. Für Ultima 7 & Serpent Isle gibt es Exult als Interpreter. Teilweise bieten die Firmen auch selber Portierungen an, beispielsweise die "Kilrathi Saga", mit der man Wing Commander I-III unter Windows spielen kann. Leider wurde dieses Paket in begrenzten Stückzahlen hergestellt und ist daher mittlerweile ein teures Sammlerstück geworden.

Einige ältere Spiele wurden auch durch Remakes zum Leben erweckt, etwa Wing Commander: Privateer; dieses Remake bleibt dem Original weitgehend treu, hat jedoch in den Weltraumsequenzen eine erheblich verbesserte, dreidimensionale Grafik. So gesehen können die Erweiterungen von Doom auch zu den Remakes gezählt werden. Teilweise haben sich die Firmen auch dieses Trends angenommen, wie etwa Westwood mit Dune 2000; letzteres war aber nur an das Original angelehnt und liess nicht das typische Spielgefühl von Dune 2 aufkommen.

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