Die Flagge des Marasek

Dekostreifen

English

Aktuell Texte Der Comic Impressum Kalender Suche PHP-Klassen Container-Wizard main.s21

Kategorien

Buch
Computer
Computerspiele
Film
Geschichte
Gesellschaft
Idee
Kunst
Natur
Persönlich
Politik
Programmieren
Religion & Philosophie
Weblog
Weltpolitik
Weltsicht
{{login}}

OS X & mac mini, Teil II

Permalink
Vorheriger: OS X & mac mini, Teil INächster: Shalebridge Cradle
Eingeordnet in: Computer

Nach einigen Tagen Arbeit gibt es einige Lichtblicke, und einige Stolperfallen. Es gibt z. B. durchaus Gründe für die allgemein übliche, schlichte Struktur des Unix-Verzeichnisbaums mit simplen Namen wie /usr, /home, /etc, und Befehlen wie cp, mv. Unix unterscheidet zwischen Gross- und Kleinschreibung bei Dateinamen, d. h. /Home ist was anderes als /home oder /hOme. Das ist immer wieder tückisch, wenn man unter Unix durch eine typische Windows-Verzeichnisstruktur navigieren muss (Kommandozeile), da normalsterbliche, explorerverwöhnte Benutzer üblicherweise luxuriöse Namen wie "ProjEU 2004 Brüssel Frau Hannedamp" verwenden, einem aber natürlich nur sagen, dass der Ordner irgendwie "Projekte" heisst.
Aplle zeigt ähnlich sadistische Tendenzen mit Namen wie /User oder /System/Library/StartupItems. Letzteres steht als Ersatz für den klassischen System V Init (/etc/init.d/). Darunter befinden sich die Skripte zum Start/Ende eines Dienstes. Aufgerufen wird das Glomp ungelogen mit "SystemStarter start <Dienst>", wobei die Dienste alle nette Bezeichnungen wie "Apache" Das hohe, surrende Geräusch sind unzählige Urentwickler von Unix, die in ihren Grüften turborotieren.
Alleine das notwendige Startskript für PostgreSQL (<- man beachte die Schreibung!) ans Laufen zu bringen, benötigte eine gute Zeit; ein erster, eigener Versuch funktionierte nicht, eine aus dem Internet heruntergeladene Version ebenfalls nicht, da fehlerhaft. Nachdem ich diese Version korrigiert hatte, lief es zwar von Hand direkt aufgerufen (./PostgreSQL start), jedoch nicht mit dem SystemStarter. "SystemStarter -d start PostgreSQL" brachte ein elendslangen Output aller Dienste, mit recht widersprüchlichen Angaben: PostgreSQL gefunden, PostgreSQL nicht verfügbar. Als ich mal nach oben blätterte, steht ganz am Anfang, dass die Berechtigungen nicht stimmen - die Zeile ist natürlich immer schnell vorbeigescrollt, weil das Programm 95% irrelevante Informationen ausgibt, anstatt a. sich auf den angegebenen Dienst zu beschränken bzw b. gleich mit der Fehlermeldung auszusteigen.

An PostgreSQL bin ich übrigens zunächst über die darwinports gekommen. Sinnigerweise werden alle per darwinports installierten Programme unter /opt abgelegt. Als Alternative dazu gibt es fink; fink hat immerhin den Vorteil, das von Debian bekannte apt als Paketverwaltung zu verwenden. Das Problem ist allerdings, dass der grafische Paketmanager von fink aus mir unerfindlichen Gründen mehr Pakete anzeigt als der kommandozeilenorientierte. Die Kommandozeile ist aber leichter zu erreichen. Anders als für Windows gibt es für Mac OS X keinen standardmässig eingebauten Remotedesktop. Die nachinstallierte Version funktioniert über VNC, allerdings eher unzuverlässig; die Verbindung bricht irgendwann ab und danach sind keine weiteren Verbindungen mehr möglich.
Bei der fink-PostgreSQL-Version fehlen aber die Headers; wohl eine von Debian übernommene Eigenheit, die auch dort jedes ./configure so lange erfolglos lässt, bis man von allem noch die nötigen -dev-Pakete nachinstalliert hat. Infolgedessen kann ich PHP nicht mit PostgreSQL-Unterstützung kompilieren. Aber, das ist kein Problem - habe ich mir eben ein eigenes PostgreSQL gebaut.

Das Problem der etwas nervigen Dienststarts habe ich auch gelöst: mkdir /etc/init.d, in init.d ein Skript pgsql, dass lediglich den SystemStarter bedient. Ich bin ein Gewohnheitstier.

Dieser Text ist Teil der Serie mac mini

OS X & mac mini, Teil I
OS X & mac mini, Teil II
Mac mini III
Mac Mini IV - Die Rache von Windows 3.11
Ein teures Radio
Und jetzt anders rum
Was noch gefehlt hat
Ubuntu vs Mac OS X

Kommentieren

Bitte beachten: Kommentare sind nicht sofort sichtbar, sondern werden erst nach einer kurzen Prüfung freigegeben, sofern keine rechtliche Beanstandung vorliegt.
Rechtlich bedenkliche Inhalte werden entweder entschärft oder nicht veröffentlicht.

* Titel  
* Nickname  
* Kommentar