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Krieg im Kinderzimmer

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Dieses Jahr ist Ärger angesagt für Lego, da Mitbewerber auf den Markt drängen, die ihre Bausätze zu weit günstigeren Preisen anbieten sollen als Lego selbst. Der Clou - und für Lego das besondere Ärgernis - an der ganzen Geschichte ist, dass die Bausteine der Konkurrenzanbieter kompatibel zu Lego sind. Die Bausteine können hierzulande nicht nicht mehr mit Patent- oder Markenrecht geschützt werden. Ich vermute mal, dass das nicht für komplexere Bausteine gilt (eben jene, die von eingefleischten Lego-Fans gehasst werden). Obwohl sich Lego vor geraume Zeit zu einer schrittweisen Rückkehr zu den einfachen Steinen, weg von Lizenzbausätzen, entschieden hat, könnte diese Entscheidung wieder neu bewertet werden, da diese ja ein Unterscheidungsmerkmal darstellen - "Mami Mami, will Harry Potter haben!"

Ein Blick auf die Seite des Konkurrenten Best-Lock offenbart dort ein interessantes Alleinstellungsmerkmal: Militär. Im Bausatz "3130 Base Camp" tummeln sich zwischen einem Armeelastwagen, einem Jeep und einem Panzer mehrere Leg...verzeiht, Best-Lock-Männchen mit Sturmgewehr in der Hand. Gerade richtig für die Generation der Kinder, die jetzt von der Generation derer herangezogen wird, die ihrerseits von 68ern grossgezogen wurde und daher nie Krieg spielen durfte. Erstaunlicherweise erinnert Best-Lock an das ältere Lego, da die Bausätze auf den ersten Blick aus vielen einfachen Einzelelementen zu bestehen scheinen, demgegenüber ja Lego vermehrt grössere, spezialisierte Bausteine ins Feld geführt hat.
Der zweite Mitspieler, Mega-Blok, geht wiederum einen anderen Weg und ähnelt dem gegenwärtigen Lego: Lizenzprogramme und Spezialisierung. In den Sets dominieren Spezialelemente. Aber auch Mega-Blok lässt Militär aufmarschieren, wenngleich auch nicht so martialisch wie Best-Lock.

Nun, Lego müsste von der Softwareindustrie lernen. Der allgemeinen Geschäftspolitik der Branche folgend, müsste Lego besondere Steckverbindungen für seine Steine entwickeln, die alle paar Jahre, bevor der Patentschutz abläuft, erneuert werden (damit werden zwar alte Blöcke auch inkompatibel, aber das ist gut, dann müssen die Kunden beständig neue Steine kaufen). Ansonsten könnten RFIDs vielleicht noch dafür sorgen, dass wirklich nur verbaut wird, was zusammen verbaut gehört.

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