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Der Streik des öffentlichen Dienstes

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Eingeordnet in: Gesellschaft

Der Streik des öffentlichen Dienstes erscheint mir, anders als der Stadt Stuttgart (wie zu erwarten) als vollkommen gerechtfertigt. Dabei unterstütze ich den Streik nicht aus der üblichen roten Ecke heraus, ganz im Gegenteil. Streik ist ein legitimes Mittel der so viel gepriesenen Freien Marktwirtschaft und des Wettbewerbes.

In der freien Marktwirtschaft ist alles eine Ware und der Markt bestimmt das Geschehen. Auch die Arbeitskraft ist eine Wahre, und der Preis derselben ist verhandelbar. In kleinem Rahmen kann ich mit jemand anderem aushandeln, wieviel er mir zahlt, wenn ich etwas für ihn tue, und umgekehrt. Natürlich existiert der kleine Rahmen nicht mehr; wenn ich heute ein Produkt kaufe oder eine Dienstleistung in Anspruch nehme, nehme ich sie häufig bei einem grossen Unternehmen in Anspruch, dass mir Preise und Vertragsbedingungen diktiert. Unternehmen sind durch Fusionen gross geworden, um durch Marktmacht und Rationalisierung die eigenen Profite zu vergrössern. Ein legitimes Ansinnen, das erst Dinge wie ein flächendeckendes Handynetz möglich macht.
Verkaufe ich meine Arbeitskraft, verkaufe ich sie mit einiger Wahrscheinlichkeit an eine ebensolche grosse Struktur, die sich natürlich in einer sehr viel besseren Verhandlungsposition befindet als ich - ihr stehen, verglichen mit mir, weitaus grössere Ressourcen zur Verfügung. Die Firma kann eine Stelle eventuell länger unbesetzt lassen, als ich oder jemand anderes seine Arbeitskraft brach liegen lassen kann.

Die Gewerkschaft ist nun die Organisation der anderen Seite - im Verbund können Arbeitnehmer sich eher Gehör verschaffen als dies ein einzelner kann. Dies ist nur die legitime Antwort auf die Organisation des Verhandlungspartners. Wer also die Freie Marktwirtschaft haben möchte, muss also auch die Existenz von Gewerkschaften akzeptieren.
Es ist jedoch wahrscheinlicher, dass Menschen die Freie Marktwirtschaft vor allem dort fördern wollen, wo sie ihnen selbst Profite bringt. Wehe, die anderen werden auch gierig.

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